Le Mans Series Ungarn: "Wir haben alles gegeben!"
Zusammen mit dem deutsch-österreichischen Team Felbermayr-Proton absolvierte Marco Seefried am vergangenen Wochenende den vierten Lauf zur Le Mans Series auf dem Hungaroring in Ungarn. Zusammen mit Horst Felbermayr Senior und Horst Felbermayr Junior pilotierte Seefried einen von drei Porsche 997 GT3 RSR, die Felbermayr-Proton an den Start brachte. Am Ende des 1000-Kilometer-Rennens überquerte das Trio die Ziellinie auf Platz elf in der GT2-Klasse liegend.
Dabei stand Marco Seefried zunächst ein wenig Ernüchterung ins Gesicht geschrieben. Nach dem ersten Freien Training am Samstag lag er mit seinen Fahrerkollegen abgeschlagen am Ende des Feldes. „Man muss wissen, dass es sich bei
unserem RSR um ein Fahrzeug aus dem Jahr 2007 handelt. Diese drei Jahre Entwicklung, die uns im Vergleich mit der Konkurrenz fehlen, spürt man nun. Wir haben jetzt erst einmal einiges an Abstimmungs- und Testarbeit vor uns“, erläuterte Seefried.
Diese Arbeit trug bereits in der zweiten Trainingssitzung erste Früchte, so konnten sich Marco Seefried, Horst Felbermayr Senior und Horst Felbermayr Junior kontinuierlich an die Rundenzeiten der Konkurrenz heran tasten. Auch das dritte Training nutze das Team Felbermayr-Proton, um den Porsche-Boliden nach und nach an die vor den Toren Budapests gelegene Grand Prix-Strecke anzupassen, ehe am Sonntagmorgen das Qualifying auf dem Programm stand. Auch wenn
jegliche Bemühungen schlussendlich nur für den 13. Startplatz in der GT2-Klasse genügten, zeigte sich Marco Seefried für das bevorstehende Rennen aber optimistisch: „Wir haben versucht, das Auto so gut wie möglich auf die Strecke abzustimmen, am Ende lief uns aber leider einfach die Zeit davon. Sechs Rennstunden sind aber ja bekanntlich sehr lang, da kann einiges passieren. Ich denke, da ist noch einiges möglich.“
Auch im 1000-Kilometer Marathon hatte Marco Seefried aber leider nur wenig Rennglück. Knapp zwei Stunden vor Ende des Rennens machte der gerissene Gaszug am Porsche 997 GT3 RSR alle Bemühungen des Nürnbergers sowie seiner Teamkollegen zu Nichte. Nachdem Seefried langsam an die Box gerollt war, konnte er das Rennen schließlich noch einmal aufnehmen. Nach hart umkämpften sechs Rennstunden reichte es für Marco Seefried, Horst Felbermayr Senior und Horst Felbermayr Junior aber dennoch für Platz elf in der GT2-Klasse. Das Trio konnte somit noch Punkte für die LMS-Meisterschaftswertung einfahren.
„Es war ein anstrengendes Rennen, ich habe insgesamt bestimmt drei Rennstunden im Cockpit gesessen. Der Kurs von Budapest ist körperlich sehr anspruchsvoll und daher, dass das Rennen erst im Dunkeln endete, war erhöhte Konzentration nötig. All
es in Allem können wir mit dem Resultat zufrieden sein, mehr war an diesem Wochenende nicht möglich. Das gesamte Team hat alles gegeben, was durch den Sieg in der GT2 von meinen Teamkollegen Marc Lieb und Richard Lietz im ersten von drei Felbermayr-Proton Fahrzeugen unterstrichen wurde. In jedem Fall bin ich sehr froh, dass ich ein Teil des Teams sein konnte. Die ganze Mannschaft ist unheimlich sympathisch und arbeitet sehr professionell. Es macht großen Spaß zu einem solchen Crew zu gehören, da wäre ich jederzeit gerne nochmal dabei! “, so Marco Seefried.
Fotos: Porsche










